Posted On 7. Juni 2012 By In fotografiert, Slider, ungefiltert And 456 Views

High Dynamic Range (HDR)

Ein Teil der letzten Fotosession “Düsseldorf” hat sich dem Versuch der Erstellung eines HDR Fotos gewidmet. Heute will ich Euch kurz erzählen, wie ich zu dem Foto links gekommen bin.

Was ist HDR? Ein High Dynamic Range Image (HDRI, HDR-Bild) vermag es die Helligkeitsunterschiede verschiedener Aufnahmen bei gleichbleibender Blende in einem hohem Dynamikumfang zu speichern. Standardmäßig sind digitale Fotos dazu nicht in der Lage und werden als Low Dynamic Range Images bezeichnet. Wir reden also von Fotos mit unterschiedlichen Helligkeitswerten und Motivkontrasten, welche zu einem Foto zusammengeführt werden.

So weit so gut. Heute weiß ich das, weil ich mich auf das Schreiben dieses Artikels vorbereitet habe. Als wir am Rhein standen, schauten wir uns beide fragend an und haben uns darauf geeinigt, die Bracketing-Funktion der Kamera zu nutzen und jeweils 9 Aufnahmen mit fester Blende und weitere 9 mit fester Zeit zu schießen und zu Hause zu prüfen, was wir denn nun benötigen, um ein HDR herzustellen.

Gesagt getan, die Kamera auf dem Stativ positioniert, Kamera auf manuell eingestellt, Startblende und Zeit gewählt und die BKT-Funktion mit einem Wert von 0,7 Blendenunterschied eingestellt. So sieht das Foto mit den Grundeinstellungen aus (Foto “Null”):

DSC_0411

Belichtung: 1/6 Sek. bei f/11
ISO: 100
Brennweite: 18mm

Zu Hause habe ich dann die 9 Fotos (fester Blendenwert) nach NIK HDR Efex Pro exportiert und musste feststellen, dass ein zu erstellendes HDR aus 9 mal 36MP Bildern eine Menge Zeit in Anspruch nimmt. Da hat der Rechner ganz schön geschuftet. HDR Efex Pro ist recht übersichtlich aufgebaut und bietet einem eine ganz gute Auswahl an vorgefertigten Bearbeitungsmöglichkeiten. Ich habe mich für “Realistisch (stärker) entschieden und musste nach der Auswahl erneut 5 Minuten warten, bis alle Berechnungen abgeschlossen waren. Im rechten Bereich von HDR Efex sind noch einige Möglichkeiten der Anpassungen wie Belichtung, Kontrast, …, die Einstellung der HDR-Methode und ein Schieberegler, welche die Stärke der Anwendung regelt. Hier habe ich mich für “scharf” bei einem Anwendungswert von 50% entschieden. Im Tonwertdiagramm habe ich so lange an der Kurve gezogen und geschoben, bis mir das Ergebnis gefiel. Noch “schnell” speichern, das dauert dann zwar keine 5 Minuten aber warten musste ich schon wieder, und das Foto steht in Lightroom zur weiteren Bearbeitung bereit.

In Lightroom habe ich das Finishing mit den Werten Belichtung, Kontrast, Klarheit und Farbtemperatur durchgeführt.

DSC_0407_HDR-2

Das meiner Meinung nach Beste Ergebnis habe ich aber mit den 9 Fotos erzielt, bei denen ich den Zeitwert festgestellt und durch verschiedene Blendenwerte die Helligkeiten in den Bildern verändert habe.

DSC_0365_HDR

Fazit: Die HDR-Fotografie ist eine sehr spezielle Art, welche eine Menge Zeit am Rechner veranschlagt, die Ergebnisse sind Geschmacksache. Ich habe schon viele, sehr viele, sehr gute HDR-Bilder gesehen und bin mit meinen Ergebnissen zufrieden. Sicher werde ich hin und wieder Belichtungsreihen schießen und auch immer mal wieder ein HDR daraus bauen, aber meins wird die HDR-Fotografie nicht. Ich fand es spannend und sehr interessant, ich habe viel gelernt und mir einen weiteren Weg der Fotobearbeitung angesehen und vielleicht werde ich auch mal ein sehr gutes Ergebnis erzielen.

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