Posted On 5. Januar 2016 By In gedacht And 935 Views

Ein Feld

Ein Feld

Korn an Korn aufgereihte Halme, Soldaten gleich
stehen sie in Reih und Glied
das Korn behütet durch Spelzen, Grannen umgeben
das wertvolle Gut
Schwarze Wolken ziehen auf, ein Blitz jagt
in den Acker
Feuer breitet sich rasend aus, brennt nieder
die wichtige Frucht
Ein einzelner Halm überlebt den Kampf, blickt traurig
nieder

Am Rande des Geschehens, ein Baum dem Unwetter
trotzt
er breitet seine Äste aus, wirft Schatten auf
das Feld
versteckt den letzten Halm, taucht ihn ein
in Dunkelheit
schützt ihn vor der Sonne, dem Blick
der Öffentlichkeit
hüllt ihn ein in Stille, raubt ihn
seine Zukunft

Was sind das für Zeiten, wo ein Schweigen
kein Verbrechen mehr ist
Weil ein Gespräch über Bäume so viele
Untaten einschließt.

Kay Arnold

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